Hochfelden

Alexander Lips und Raphael Jung (5b)
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Alter Glattlauf durch Hochfelden (oben) und neues Erholungsgebiet Martinsmühle (oben,Mai 2010)
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Gemäss Grafik unten wuchs die Bevölkerung in Zürich zwischen 1890 und 1950 stark an und erreichte 1960 das Elffache des Werts von 1850. Danach nahm sie allerdings wieder recht stark ab und bleibt seit 1980 annähernd konstant. Der Rückgang kann man mit dem Bedürfnis nach ruhigem Landleben und tieferen Wohnkosten gegenüber der Grossstadt begründen. Durch die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel oder billigeren Automobilen erhielten die Arbeitenden die Möglichkeit zu pendeln und so abseits des Arbeitsplatzes zu wohnen.

Damit verbunden ist auch der starke Anstieg der Bevölkerung in Bülach der etwa zur gleichen Zeit wie die Abnahme der Bevölkerung in Zürich stattfindet. Da Bülach eine kleinere Stadt ist, zogen viele aus Zürich nach Bülach. Davor sah es eher umgekehrt aus: Durch die Industrialisierung zog es viele Arbeitskräfte nach Zürich (Landflucht, Verstädterung), da sie dort mehr Arbeit als auf dem Land oder in der Kleinstadt finden konnten.

Hochfelden ist eine (abgesehen vom Fluglärm) ruhige Landgemeinde. Durch die Umleitung der Glatt um Hochfelden herum hat das Ortsbild zusätlich an Charme gewonnen, unter anderem durch eine schön gestaltete Parkanlage. Wie man der Grafik entnehmen kann, begann das Wachstum von Hochfelden erst etwa 1970, also rund 10 Jahre nach dem Bevölkerungsschwund in Zürich. Also ist auch Hochfelden von der Abwanderung aus Zürich betroffen. Allerdings setzte das Wachstum erst später als bei Bülach ein und war weitaus geringer. Möglicherweise empfinden manche selbst kleinere Städte wie Bülach heute als zu gross, lärmbelastet oder städtisch und bevorzugen kleine Dörfer.
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Daten von http://www.statistik.zh.ch/themenportal/themen/index.php?tb=61&mt=14
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Martinsmühle beim alten Glattlauf (oben) und im Mai 2010 (unten).
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