Hochfelden 1970 und 2009

Sabrina Görtz, 5g, 5.05.2009

Die zwei Bilder von Hochfelden zeigen die markante Veränderung in diesem Dorf, nämlich die Verlegung der Glatt. Dies ist interessant, da man daran sehr schön den für die Flussverlegung notwendigen technischen Fortschritt sowie den Einfluss gesellschaftlicher Bedürfnisse (Sicherheit vor Hochwassern) sieht.

Bildvergleich

Zentrum von Hochfelden um 1970 (oberes Bild, unbekannter Bildautor), sowie im Jahre 2009 (Aufnahme S. Görtz)
hochfelden_01_19xx.jpg
hochfelden_02_2009.jpg

Auswertung

Die Zahlen beziehen sich auf Markierungen im Bild und Zonenplan weiter unten auf dieser Seite.
  1. Das Flussbett der Glatt bei der Mühle wurde im Rahmen der Glattkorrektion von 1975-81 um 100 Meter nach Osten verschoben (Hochwasserschutz!) und der Dorfkern umgestaltet. Um die historischen Fassaden in ihrem Zusammenhang mit dem Waser zu erhalten, wurde ein Dorfweiher und eine kleine Parkanlage angelegt. Ausserdem wurden die Strassen saniert: Da drei Viertel der ca. 1700 Einwohner pendeln, mussten die Verbindung zu den Nachbardörfern und der Stadt Bülach gewährleistet sein.
  2. Um 1790 siedelten sich mehrere Betriebe wie die Spinnerei Hochfelden oder die Baumwollzwirnerei Hochfelden (1868-1962) der Glatt entlang an, weil der Fluss über Wasserräder Maschinen antreiben konnte (Stauwehr, Schleuse und Kanal im alten Bild!). Mehr als ein Viertel der Bevölkerung war in der Baumwollspinnerei beschäftigt. Nach der Glattkorrektion von1979 wurde dieser Ortsteil zu einem Siedlungsgebiet. Weil die Spinnerein inzwischen geschlossen wurden, war auch die Wasserkraftnutzung nicht mehr notwendig. Die attraktiven historischen Gebäude in der Kernzone blieben erhalten und wurden sogar restauriert.
  3. Siedlungszunahme im Norden wegen einer starken Zunahme der Einwohnerzahl Hochfeldens. Von 1960 bis 2009 hat sich die Zahl verdreifacht.
  4. Ein modernes Kunstwerk soll an den alten Glattverlauf erinnern.
hochfelden_01_2009.jpg

Hochfelden im Satellitenbild:

Die blauen Linien zeigen den Bildausschnitt an: